Drei Vorlesebücher für Kinder, die keine wilden Abenteuer mögen
Nicht jedes Kind liebt beim Vorlesen große Spannung, laute Geschichten oder besonders aufregende Abenteuer. Manche mögen es lieber ruhiger, wärmer und alltagsnäher. Bücher, in denen man sich gut hineinfühlen kann, die lustig sind, aber nicht überdreht, und die trotzdem ihre ganz eigene Spannung mitbringen.
Eine Oma für alle Fälle gehört für mich zu diesen Büchern, die auf eine ganz eigene Weise besonders sind. Edgar ist eher ordentlich, mag gesundes Essen und bereitet sich gerne gut vor. Dann zieht zwei Stockwerke über ihm Frau Koschitz ein und schon die erste Begegnung bringt sein ganzes Bild von Alltag ein wenig durcheinander. In ihrer Welt hängen Bilder verkehrt herum, ein halbes Sofa reicht völlig aus und ein Dreigangmenü aus Süßigkeiten ist eine ziemlich gute Idee. Dazu kommt noch, dass sie am liebsten jeden Tag Geburtstag feiern würde. Nach und nach wird auch klar, warum sie so lebt: Sie war einmal sehr krank und hat sich entschieden, das Leben anders anzusehen. Das Buch ist warmherzig, lustig und besonders, ohne schwer zu werden.
Grimm und Möhrchen war bei uns ein ganz wichtiger Übergang. Für den Großen und mich war es der Schritt vom großen Bilderbuch hin zum ersten Vorlesebuch mit Kapiteln. Zesel Möhrchen, also eine Mischung aus Zebra und Esel, zieht beim Buchhändler Grimm ein und von da an wird dessen Alltag ziemlich besonders. Die Geschichten sind kindgerecht, gut verständlich und dabei voller Wortwitz. Gerade das macht das Vorlesen so schön, weil man selbst als Erwachsene beim Lesen richtig Freude daran hat. Es ist eines dieser Bücher, die ruhig erzählt sind und trotzdem lange im Kopf bleiben.
Auch Zuhause in unserer Buchhandlung passt für mich genau in diese Richtung. Toni lebt mit seinen Eltern über ihrer Buchhandlung und erlebt dort viele kleine und größere Alltagsabenteuer. Das Buch fühlt sich anders an als viele andere Vorlesebücher, weil es so gemütlich und besonders erzählt ist. Es geht nicht darum, immer größer, spannender oder schneller zu werden. Und genau das macht es so schön. Selbst Gespenster und Einhörner kommen vor, aber auf eine Weise, die zur Geschichte passt und sie nicht unnötig aufregend macht.
unbezahlte Werbung, teilweise Rezensionsexemplare



















































