"Spielen, lesen, lernen" - Vorlesebücher für Grundschulkinder
4 Vorlesebücher, die wir empfehlen können!
Gerade in der Grundschulzeit bleiben gemeinsame Vorlesemomente richtig wertvoll. Natürlich lesen Kinder irgendwann immer mehr selbst. Aber Vorlesen ist trotzdem noch einmal etwas anderes. Es ist gemeinsame Zeit, Sprachgefühl, Wortschatz, Leselust und oft auch einfach ein gemütlicher Moment am Ende eines langen Tages.
In unserer Reihe Spielen, lesen, lernen haben Sandra von @lesewuermchen und ich deshalb vier besondere Vorlesebücher für Grundschulkinder gesammelt. Sandra bringt den Blick als Grundschullehrerin mit, ich den Familienalltag als Dreifachmama.
Hier kommen unsere vier Tipps.
Sams Wunschbuchgeschichten
Sandras erster Vorlesetipp sind die Wunschbuchgeschichten vom Sams.
Die Kapitel sind kurz und knackig und eignen sich dadurch richtig gut zum Vorlesen. Später können Kinder sie aber auch gut selbst lesen, wenn sie schon etwas sicherer sind. Besonders schön, dass die Geschichten ein wenig sortiert sind. Bekannte Sams-Geschichten, zum Beispiel die mit dem Taucheranzug, kann man dadurch über mehrere Kapitel hinweg lesen. Das macht es übersichtlich und gibt Kindern trotzdem das Gefühl, in eine richtige Geschichte einzutauchen.
Dazu kommen viele Bilder und natürlich das Sams selbst. Ein super beliebter Kindheitsheld, der einfach nicht aus der Mode gerät.
Sieben mal anders
Sieben mal anders von Sabine Bohlmann ist eine herzenswarme Geschichte über eine ganz besondere Familie.
In dieser Familie kann jedes Kind etwas Außergewöhnliches. Und auch Oma Radieschen lebt irgendwie noch mit im Haus, obwohl sie eigentlich tot ist und nur von einem Kind gesehen werden kann.
Was erstmal ungewöhnlich klingt, wird in der Geschichte ganz selbstverständlich erzählt. Genau das ist an Sabine Bohlmann so besonders. Sie schafft es immer wieder, auch eher fernere oder nicht ganz alltägliche Kinderbuchthemen so zu verpacken, dass sie für Kinder zugänglich werden.
Es geht um Familie, Kinderwunsch, Regeln, Helfen im Haushalt und darum, dass nicht immer alles ganz normal sein muss. Beim Vorlesen kommt man dadurch ganz nebenbei ins Gespräch, ohne dass es schwer wird.
Dazu kommen wunderschöne Illustrationen und ganz viel Vorfreude auf die Nachfolgebände.
Zippel
Zippel darf laut Expertenmeinung der Kids in keinem Kinderzimmer fehlen.
Schon zu Beginn des ersten Buches wird klar: Dieses außergewöhnliche Schlossgespenst muss man einfach kennen. Zippel lebt nicht etwa in einem alten Schloss, sondern in einem Türschloss. Und genau diese besondere Idee macht die Reihe direkt so charmant. Die fortlaufenden Abenteuer machen richtig Spaß beim Vorlesen. Es gibt viele Wortspiele, Witze und Situationen, bei denen nicht nur Kinder schmunzeln müssen. Gleichzeitig geht es um Freundschaft, Familie und auch um das ein oder andere Problem.Bisher gibt es drei Bände, die wir alle mehrmals gelesen haben, und sogar einen Book-Tonie.
Für uns ist Zippel eine dieser Reihen, zu denen man immer wieder zurückkommt.
Holunderweg
Die Reihe Holunderweg ist für mich eine wunderschöne Vorlesereihe, weil sie so nah am Alltag der Kinder ist.
Wir sind gerade mitten im neuesten Band Endlich Schulkind!. Lilly kann es kaum erwarten, nach den Sommerferien endlich auch in die Schule zu kommen, genau wie ihre Geschwister und Freunde aus dem Holunderweg 7. Am liebsten würde sie sofort eingeschult werden und direkt die Schultasche aussuchen. Aber bis dahin ist im Holunderweg noch jede Menge los. Lillys erste Zahnlücke muss bestaunt werden, die Kinder haben Spaß im Maislabyrinth, machen eine Übernachtungsparty in Omas und Opas Garten und fahren an den Badesee.
Besonders an der Reihe ist, dass sie Freundschaft, Familie, Nachbarschaft, Schule und kleine Alltagsabenteuer verbindet. Es passiert genug, damit Kinder dranbleiben, aber es bleibt immer nah an ihrer eigenen Lebenswelt.
Und genau das macht Holunderweg für mich so schön zum Vorlesen. Kinder können sich wiederfinden, mitfühlen und gleichzeitig ein bisschen in diese besondere Nachbarschaft eintauchen.
Warum Vorlesen in der Grundschulzeit wichtig bleibt
Auch wenn Kinder in der Schule lesen lernen, müssen sie nicht sofort alles allein lesen.
Vorlesen entlastet. Kinder können Geschichten genießen, die sie selbst vielleicht noch nicht lesen könnten. Sie hören neue Wörter, erleben Sprachrhythmus, verstehen Zusammenhänge und merken: Bücher sind nicht nur Übung, sondern können lustig, spannend, gemütlich und richtig schön sein.
teilweise Rezensionsexemplare



















































